Die Stadtgründung von 1244 
Die Stadt Vöhrenbach und ihre ältere Geschichte
Bader - Vöhrenbach
Als Professor Dr. Karl Siegfried Bader im Jahr 1965 die Arbeiten an seinem Band zur älteren Geschichte der fürstenbergischen Land- und Amtsstadt Vöhrenbach beendet hatte, fand ein zweigeteiltes Werk seinen Abschluss, in dem ein zeitgeschichtlicher Rahmen von über sieben Jahrhunderten urkundlich belegter Geschichte abgebildet werden konnte [Furtwängler 1961, Bader 1965].
Die Erstellung seines Bandes beruhte damals auf Vorstudien, die bereits 1950 ihren Anfang nahmen und ursprünglich durch die Stadtgemeinde initiiert wurden. In späteren Gesprächen hat Professor Bader darauf hingewiesen, dass durchaus noch ergänzendes Archivmaterial vorhanden sei. Es wäre hier aber erforderlich gewesen, die räumliche Abhandlung der geschichtlichen Ereignisse deutlich über die Stadtgrenzen hinaus auszudehnen. So wurde z.B. der wichtige Zusammenhang zwischen Alt-Herzogenweiler und dem Prädium Runstal nur am Rande gestreift.
Verständlicherweise konzentrierte sich der Autor auf die wesentlichen geschichtlichen Kerndaten und schuf mit seinem Werk eine grundlegende Basis zur älteren Stadtgeschichte. Diese zu ergänzen obliegt nun nachfolgenden Generationen.
Neue Beiträge
Einige offene Fragen zur Stadtgründung konnten in dem 1994 erschienenen Buch des Arbeitskreises Stadtgeschichte mit dem Titel "Vöhrenbach im Schwarzwald - Neue Beiträge zur Stadtgeschichte" beantwortet werden. Wir wissen heute, dass es auf dem Gebiet der Stadt Vöhrenbach drei Burgstellen gab und die genaue Lage der Burg im Gewann Schlossberg sowie des Dorfes Alt-Herzogenweiler ist bekannt.
Die urkundliche Erwähnung einer hochmittelalterlichen Glashütte (1218) in Langenbach wird in der Fachliteratur und in Museumsausstellungen (Wolfach-Glasmuseum) nach wie vor zitiert. Hier konnten aber bis heute keine verwertbaren Bodenfunde gesichtet werden. Es gilt hier der Ansatz, durch aufmerksame Geländebetrachtungen und eventuell auftretende Glasbrandrückstände neue Rückschlüsse bilden zu können.
Die Grafen v. Urach -  Erben der Herzöge v. Zähringen. Graf Egino V. v. Urach (+1237) war der Ahnherr der Grafen von Freiburg und Fürstenberg. In langwierigen Kämpfen gelang es diesem seinen Anspruch auf das mütterliche Zähringererbe überwiegend durchzusetzen. Um 1250 kam es zu einer Teilung des Familienbesitzes. Die jüngere Linie der Grafen v. Fürstenberg übernahm die Gebiete auf dem Schwarzwald, im Kinzigtal und auf der Baar. Die Grafen v. Urach - Erben der Herzöge v. Zähringen. Graf Egino V. v. Urach (+1237) war der Ahnherr der Grafen von Freiburg und Fürstenberg. In langwierigen Kämpfen gelang es diesem seinen Anspruch auf das mütterliche Zähringererbe überwiegend durchzusetzen. Um 1250 kam es zu einer Teilung des Familienbesitzes. Die jüngere Linie der Grafen v. Fürstenberg übernahm die Gebiete auf dem Schwarzwald, im Kinzigtal und auf der Baar.
Das Bregtal
Die Erschließung des Schwarzwaldes erfolgte im Mittelalter durch die Klöster und durch ihre Rodungstätigkeit und Landwirtschaft wirkten diese in den inneren Schwarzwald hinein. Mit der Gründung von Städten und Orten wurde dann die Besiedelung des nun vorerschlossenen Raumes durch die Landesherren nachhaltig ausgebaut.
Eine zentrale Rolle zur Erschließung des südöstlichen Schwarzwaldes nahm die im Bregtal liegende Burg Zindelstein ein. Der Bergfried wurde von den Herzögen von Zähringen erbaut, die südliche Vorburg nachfolgend von den Grafen von Urach.

Wappenschilder
Das Wappen der Grafen von Urach-Freiburg (später auch Fürstenberg) spiegelt die genealogischen Ursprünge der Familie redend wieder und kombiniert Bestandteile der Wappen seiner Ahnen, der Grafen v. Urach (links) und der Herzöge v. Zähringen (rechts) zu einem neuen Wappen (Mitte). Alle drei Adelshäuser waren an der Erschließung des südöstlichen Schwarzwaldes mehr oder weniger beteiligt und lassen sich auf der im Bregtal liegenden Burg Zindelstein nachweisen.
Burg Hausach - castrum Husen. Die staufische Burg wurde 1246, zusammen mit dem oberen und mittleren Kinzigtal, von den Grafen von (Urach-) Freiburg erobert. Gegen Ende des 13.Jhs. kam der Hausacher Besitz des Freiburger Grafenhauses durch Heirat an die Kinzigtäler Linie der fürstenbergischen Vettern. Es erfolgte später ein massiver Umbau nach neuesten Befestigungsgrundsätzen, von der alten Bausubstanz blieb fast nichts übrig. Bild: CC-Lizenz-Gorgalla. Burg Hausach - castrum Husen. Die staufische Burg wurde 1246, zusammen mit dem oberen und mittleren Kinzigtal, von den Grafen von (Urach-) Freiburg erobert. Gegen Ende des 13.Jhs. kam der Hausacher Besitz des Freiburger Grafenhauses durch Heirat an die Kinzigtäler Linie der fürstenbergischen Vettern. Es erfolgte später ein massiver Umbau nach neuesten Befestigungsgrundsätzen, von der alten Bausubstanz blieb fast nichts übrig. Bild: CC-Lizenz-Gorgalla.
Die ersten Jahre - Stadt Vöhrenbach
Am Anfang war - ein Tal, eine Hofstelle mit zwei Eigenleuten - Berthold von Vernbach und Adelheid von Kvrna - und die Stadtgründung von 1244.

In der Literatur wird vielfach erwähnt, dass der absehbare Rückgewinn der Stadt Villingen die Stadtgründer ursächlich veranlasst habe ihre Gründung im Bregtal zu vernachlässigen und dies in den ersten Jahren zu einer Stagnation der Stadtentwicklung geführt hätte. Unter Berücksichtigung der politischen Verhältnisse zu dieser Zeit ergeben sich hier abweichende Positionen, die die Wertigkeit der Stadt Villingen für die Neugründungen Neustadt (um 1240) und Vöhrenbach (1244) etwas zurückfallen lässt und andere Dinge in den Vordergrund rückt.
Seit 1246 befanden sich die Grafen von (Urach-)Freiburg im Krieg und unter Aufbietung aller verfügbaren Kräfte wurde ein finaler "Endkampf" mit dem alten staufischen Gegner im oberen und mittleren Kinzigtal ausgefochten.
Die erfolgreiche Eroberung der staufischen Burg Hausen (castrum Husen) und der Städte Haslach, Steinach und Biberach erforderte eine nachfolgende Behauptung dieses Gebietes und fesselte die Kräfte der Freiburger Grafen zusehends, zumal sich hier nachfolgend ein Streit zwischen den Grafen, dem Bischof von Straßburg und den Herren von Geroldseck um die staufische Beute entwickelte.
Die starke Anspannung der Grafen lässt sich auch daran festmachen, dass die eigenen Kräfte für eine weitergehende Eroberung des vorderen Kinzigtals nicht mehr ausreichten.
Herren von Geroldseck (Hohengeroldseck) - ältere Linie Herren von Geroldseck (Hohengeroldseck) - ältere Linie
1248 eroberte der Bischof von Straßburg die staufischen Positionen in der Ortenau und rückte kämpfend bis an das mittlere Kinzigtal heran; die Herren von Geroldseck hielten sich im Besitz der Stadt Zell a.H. Insoweit führte diese Situation zu einer Bindung der Kräfte und dürfte maßgeblich zur anfänglichen Stagnation der Vöhrenbacher Stadtentwicklung beigetragen haben, zumal die Stadt kurz darauf in Straßburger Lehensbesitz überführt wurde (1250) und sich erst nach 1273 aus diesem wieder lösen konnte.
Die um 1250 begründete fürstenbergische Nebenlinie setzte hier auf eine politische Lösung, während die Freiburger Hauptlinie die kriegerische Option wählte und die Geroldsecker nachfolgend bekämpfte. Eine überraschend ausgeführte kriegerische Aktion des Grafen Konrad von Freiburg führte dann 1250 zur Gefangennahme von Walter von Geroldseck und seines Sohnes.
In diesem Zusammenhang könnte auch ein erfolgreich durchgeführter Freiburger Kriegszug gegen die Lahrer Tiefburg stehen; die vorhandenen Indizien lassen dies vermuten. Im Grunde war das Haus Freiburg nicht bereit, auf seine zähringischen Erbansprüche in der Ortenau und dem Renchtal zu Gunsten der Geroldsecker oder dem Bistum Straßburg zu verzichten. 
Bistum Straßburg Bistum Straßburg
Die rechtsrheinische Dominanz des mächtigen Bischofs von Straßburg - seit 1260 Walter von Geroldseck - endete letztendlich mit der verlorenen Schlacht von Hausbergen (1262). Das kriegerische Zweckbündnis zwischen den Grafen von Freiburg (Haus Freiburg), von Habsburg und der aufständischen Stadt Straßburg konnte sich erfolgreich gegen diesen mächtigen geistlichen Reichsfürsten durchsetzen. Interessanterweise verbündeten sich hier zwei territorial rivalisierende Adelshäuser (Freiburg, Habsburg) zu Gunsten eines höheren Ziels, oder gegen ein größeres Übel - der Feind meines Feindes ist mein Freund...
Die politische Schwächung des Bistums Straßburg auf rechtsrheinischem Gebiet (Ortenau) entlastete auch die Grafen von Fürstenberg und dürfte ursächlich zur Ablösung des straßburgischen Lehensbesitzes auf der Baar geführt haben (u.a. Stadt Vöhrenbach, Kürnburg bei Bräunlingen).
Das Haus Fürstenberg, in Person des Grafen Heinrich I., konnte seit 1273, als verdienter Parteigänger des römisch-deutschen Königs Rudolf I. von Habsburg, eine wesentlich stärkere politische Position einnehmen, die Graf Heinrich I. auch vorteilhaft zur Sicherung seiner Herrschaft nutzte.
Die Grafen von Sulz. Das Haus Sulz besaß landgräfliche Rechte in der Baar und hatte diese an die verwandten Herren von Wartenberg übertragen. Die Grafen von Sulz. Das Haus Sulz besaß landgräfliche Rechte in der Baar und hatte diese an die verwandten Herren von Wartenberg übertragen.
In der Ostbaar widmeten sich zu dieser Zeit die Grafen von Fürstenberg der Todfeindschaft zwischen ihnen und den Freiherren von Wartenberg (Stadt Geisingen) um die Vorherrschaft in der Landgrafschaft Baar. 
Die Wartenberger konnten sich hier auf die verwandschaftliche Unterstützung der Grafen von Sulz berufen, die bereits zur Zeit der Herzöge von Zähringen landgräfliche Rechte in der Baar besaßen und nun in Konkurrenz zu den Interessen des Hauses Fürstenberg standen. Dieser Streit beschäftigte die Fürstenberger über Jahrzehnte und bildete eine offene Flanke.
Die Erlangung des Titels und Amtes eines Landgrafen der Baar war ein zentraler Machtanspruch der Fürstenberger zur Absicherung ihrer Herrschaft und führte interessanterweise auch innerhalb des fürstenbergischen Familienverbandes zu nachfolgenden "Verstimmungen" (Fürstenbergische Fehden). Zwischen der älteren Linie Fürstenberg-Baar, mit Sitz auf dem Fürstenberg, und der jüngeren Linie Fürstenberg-Haslach, mit Sitz in der Stadtburg Haslach, entwickelten sich kriegerische Konflikte.
Die Land- und spätere Amtsstadt Vöhrenbach war bis 1806 ununterbrochen im Besitz der Fürstenberger. Es setzte sich hier eine Entwicklung fort, die mit dem Grafen Egino V. von Urach einen ersten Anfang nahm und sich über das gräfliche Haus Urach-Freiburg bis zu den Grafen - und späteren Fürsten - von Fürstenberg erstreckte.
Die Städte Neustadt, Vöhrenbach und Löffingen sind untrennbar mit der altfürstenbergischen Landesgeschichte verbunden und haben während der Erschließung des südöstlichen Schwarzwaldes wichtige landesherrliche Stützpunkte gebildet.
Die Grafen v. Freiburg (Haus Urach), Gründer der Stadt Vöhrenbach - 1244. Die Stadt ging nachfolgend in den Besitz der Grafen v. Fürstenberg über. Diese Linie wurde um 1250 durch Graf Heinrich I. von (Urach-) Freiburg begründet. Die Grafen v. Freiburg (Haus Urach), Gründer der Stadt Vöhrenbach - 1244. Die Stadt ging nachfolgend in den Besitz der Grafen v. Fürstenberg über. Diese Linie wurde um 1250 durch Graf Heinrich I. von (Urach-) Freiburg begründet.
Nachbarschaft
In der näheren Umgebung der Stadt Vöhrenbach grenzten im Mittelalter die Besitzungen (Groß-, Klein- und Streubesitz) der Klöster St.Georgen, St.Margarethen, St.Blasien, Friedenweiler, Tannheim, Salem-Salmannsweiler und Tennenbach an [Diözese Bistum Konstanz].
Als weltliche Vögte der Klöster treten uns die Freiherren von Falkenstein, von Schwarzenberg und von Triberg sowie das Königshaus der Staufer entgegen; im Kirnachtal waren die Herren von Roggenbach (bis Ende 12.Jh.) und von Kirneck mit ihren beiden Burgen, in Alt-Herzogenweiler zwei Ministeriale auf einer Burg (Motte-Gewann Schlossberg) und im "Praedium Runstal" die Herren von Runstal, Freiherren von Schwarzenberg und zuletzt ein "Magister grangiae" des Klosters Salem (Zisterzienser) nebst Burg, anzutreffen. Zur Burganlage auf der Steig liegen leider nur spärliche urkundliche Quellen vor, die Existenz der Anlage gilt aber als gesichert. Talabwärts schlossen sich als landesherrliche Stützpunkte die jüngere Burg Neufürstenberg (1381 erwähnt, Grafen v. Fürstenberg-Haslach) und die deutlich ältere Burg Zindelstein (1225 erwähnt, Herzöge v. Zähringen, Grafen v. Urach, Freiburg und Fürstenberg) an. Es folgte dann noch die vor dem Hallenberg gelegene Burganlage (Motte) von Wolterdingen (Ortsadel).
Der Standort der urkundlich erwähnten Burg "Bei Pregin" (um 1208, Hammereisenbach-Bregenbach) ist noch nicht gesichert.
Bistum Konstanz [Bild: David Liuzzo]
Bistum Konstanz - errichtet um 585, 1821 aufgelöst. In die neuen Bistümer Freiburg und Rottenburg eingegliedert; die schweizerischen Gebietsteile fielen an die Bistümer Chur und Basel [Bild: David Liuzzo]. Karte des Bistums Konstanz (JPG 320KB)
Bistum Straßburg - [Bild: David Liuzzo]
Bistum Straßburg - errichtet um 343. Im zähringischen Erbfolgekrieg Gegner der Grafen von Urach, unter Bischof Heinrich III. von Stahleck und Walter von Geroldseck territoriale Konflikte mit den Grafen von Urach-Freiburg, Fürstenberg und Habsburg [Bild: David Liuzzo].
Erzbistum Salzburg - [Bild: David Liuzzo]
Erzbistum Salzburg - 739 errichtet.
Die Abtei Salem-Salmannsweiler besaß den Status einer Konsistoralabtei (1178) und gehörte seit 1201 grundrechtlich zum Erzbistum Salzburg. Eine außergewöhnliche Konstellation, da die Abtei in der Diözese Konstanz lag [Bild: David Liuzzo].
 
Kloster St.Gallen - Benediktinerorden Kloster St.Gallen - Benediktinerorden
Praedium Runstal
Die Geschichte des unbehandelten "Praedium Runstal" ist insoweit für uns zwingend interessant, da hier frühere Verbindungen in das obere Bregtal bestanden und die Gründung der Stadt Vöhrenbach keineswegs in einem leerem Raum erfolgte.
Die Spuren der aus fränkischer Zeit stammenden Martinskirche in der "Urmark" Klengen führen über das Kloster St.Gallen und das Prädium Runstal (bei Pfaffenweiler) über Alt-Herzogenweiler in das Schönenbachtal (Filialkirche). Nachfolgend ist dann das Kloster Salem (Zisterzienser) in der Raumschaft vertreten.
Reichsabtei Kloster Salem - Zisterzienserorden Reichsabtei Kloster Salem - Zisterzienserorden
Zisterzienser zwischen Brigach und Breg
Im oberen Bregtal konnte das Kloster Salem (Zisterzienser) Gebietsansprüche des Klosters St.Georgen (Benediktiner) erfolgreich abwehren und sich in der Raumschaft behaupten. Im Kirnachtal - Grangie Roggenbach - musste sich das Kloster Tennenbach (Zisterzienser - seit 1182 als "unechte" Tochter in das Kloster Salem inkorporiert) gegen Übergriffe des Klosters St.Georgen verteidigen, zur Schlichtung des heftigen Streites bedurfte es im Jahr 1187 eines Schiedsspruches durch Papst Urban III.
Kloster Tennenbach - Zisterzienserorden Kloster Tennenbach - Zisterzienserorden
Das Kirchenspiel von "Alt-Herzogenweiler" umfasste damals auch das Schönenbach-, Rohrbach- und das noch unbesiedelte Langenbachtal (Filialkirche in Schönenbach), sowie von 1244-75 auch die Neugründung Vöhrenbach, bis dieses um 1275 in die Stadt Vöhrenbach abwanderte.
Abschließend bleibt anzumerken, dass das obere Bregtal zur Zeit der Stadtgründung kein Niemandsland darstellte und eine doch sehr interessante mittelalterliche Geschichte aufweisen kann.
Gerade die durch die Gemeindereform von 1971 eingegliederten Teilorte verfügen hier über eine eigene Ortsgeschichte und erweitern den geschichtlichen Rahmen der größer gewordenen Stadt Vöhrenbach nicht unwesentlich.

Quellen: Diverse Ortschroniken, Fachliteratur, Privatarchiv

Das Bregtal im Mittelalter
Das Bregtal als Schauplatz - Städte,
Dörfer, Burgen und Adelsgeschlechter.
Spuren zur Geschichte einer süddeutschen
Landschaft im ehemaligen Herrschaftsbereich
der Herzöge von Zähringen und der Grafen
von Urach-Freiburg und Fürstenberg.
Internet-Projekt: Das Bregtal im Mittelalter
Heimatforschung in Vöhrenbach
 
Das schönste Glück des denkenden Menschen ist,
das Erforschliche erforscht zu haben
und das Unerforschliche ruhig zu verehren.
 Johann Wolfgang von Goethe
 
Hubert Schmalz - 1916/17
Hubert Schmalz
Apotheker in Vöhrenbach

Die Geschichte der Stadt Vöhrenbach und des Bregtals hat schon sehr früh interessierte Kreise der Bevölkerung angesprochen und wurde im Falle Vöhrenbachs zuerst von "Laien" aufgegriffen und behandelt. Bedauerlicherweise gingen hier umfangreiche Archive dieser frühen Heimatforscher durch Nachlassregelung oder wissentliche Missachtung und Unkenntnis unwiederbringlich verloren. Eine Ausnahme bildet hier ein kleiner Geschichtsband vom damals in Vöhrenbach lebenden Apotheker Hubert Schmalz, der in den Kriegsjahren 1916/17 dieses Werk veröffentlichte und den Gewinn der Hinterbliebenenversorgung gefallener Soldaten stiftete. Mittlerweile ist dieser Geschichtsband nur noch wenigen Vöhrenbachern bekannt und soll deshalb nachfolgend zur Verfügung gestellt werden.


Die Wissenschaft hat im Laufe der Zeit viele Wissenslücken geschlossen und so wurde auch dieses Werk hinsichtlich der verwendeten Quellen und geschichtlichen Angaben von der Forschung überholt.
Dennoch handelt es sich hier um ein sehr interessantes zeitgeschichtliches Werk, das "erstmalig" die Geschichte des Bregtals zusammenhängend behandelte und einen bis dahin bekannten Kenntnisstand dokumentierte.

Heimatforscher - Die Geschichte von unten!
Allgemeingültiger Artikel über die Bewertung von Heimatforschern
Historische Gesellschaft Eschborn e.V. - Vom Heimatforscher zum Lokalhistoriker
Baden-Württemberg
"Erforschung und Darstellung der Heimat haben im deutschen Südwesten seit mehr als 200 Jahren weites Interesse gefunden und Ergebnisse von hohem Rang erbracht. Daran waren neben den Fachwissenschaftlern in großer Anzahl Laien aus allen Berufen und Schichten beteiligt. Diese Tradition wird im Bundesland Baden-Württemberg auf vielfältige Weise weitergeführt. Heimat ist ein Teil unserer kulturellen Identität. Vermehrte Kenntnis und vertieftes Verstehen der Heimat sind wichtige Bausteine zu einer kulturellen Identitätsfindung. Ziel ist es, die Vielfalt örtlicher und regionaler Traditionen gerade in einem zusammenwachsenden Europa bewusst zu machen. Die Erforschung der Heimat, ihrer Traditionen und gesellschaftlichen Zusammenhänge sollte besonders der jungen Generation dabei helfen in Toleranz die Heimat anderer zu achten..."

Auszug aus der Satzung des Landespreises für Heimatforschung
Baden-Württemberg

Regierungspräsidium Freiburg
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