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Uhren-Ausstellung im Uhrmacherhäusle
Am 20. Mai 2012 startet die neu zusammengestellte Dauerausstellung: "Querschnitt des handwerklichen Uhrengewerbes". Der Arbeitskreis Stadtgeschichte möchte mit der Ausstellung an das ehemals in Vöhrenbach ansässige Uhrengewerbe erinnern, von dem sich nur spärliche Informationen über die Zeit erhalten haben oder verloren gegangen sind. In neueren Fachpublikationen erfährt das ehemalige Vöhrenbacher Uhrengewerbe (Zulieferer) eine erfreuliche Aufmerksamkeit und literarische Wiederbelebung. Eine sehr mutmachende Entwicklung... |
Ausstellung - Querschnitt des handwerklichen Uhrengewerbes |
Nachfolgend werden bekannte Vöhrenbacher Uhrmacher vorgestellt, für die eine abgesicherte Datengrundlage in Form von Unterlagen und/oder Realien vorliegt.
Die Reihe wird laufend ergänzt und fortgesetzt.
Die Reihe wird laufend ergänzt und fortgesetzt.
Anton Haeckler II
Figuren- und Turmuhrmacher zu Vöhrenbach, 1814-1889
Zusammengestellt von Siegfried Kleiser
Figuren- und Turmuhrmacher zu Vöhrenbach, 1814-1889
Zusammengestellt von Siegfried Kleiser
War bisher Anton Haeckler II nur mit seinem Namen in der Chronik von Vöhrenbach bekannt, so hat sich in den letzten Jahren doch einiges geändert. Abgehaltene Vorträge und veröffentlichte Publikationen über Häckler öffneten nach langer Zeit den Zugang zu bisher nicht gekannten Dokumenten.
Museen und Uhrensammler, auch Freunde alter Uhren, machen es erst jetzt möglich in vorhandene Dokumente Einblick zu nehmen, um einiges über die Person von Haeckler zu erfahren.
Der neue Kenntnisstand über Anton Haeckler II erforderte nun eine Neubearbeitung und Ergänzung des Beitrages. So ist es jetzt möglich geworden durch vorliegende Dokumente den Stammbaum der Haeckler–Dynastie bis in die heutige Zeit – zumindest von einem Sohn (Severin) - lückenlos darzustellen. Eine Ur-,Ur-, Urenkelin von Anton Häckler I hat durch die dankenswerte Überlassung von Dokumenten und Photos einen wesentlichen Anteil daran.
Am Anfang war ...
Es war früher üblich auf den erstgeborenen Sohn den väterlichen Namen zu übertragen, so ist das vorliegende Geburts- und Taufdokument von großer Bedeutung …
Uhrmacher ...
Anton Haeckler II war zu seiner Zeit ein exzellenter Uhrmacher, alle seine bisher aufgefundenen Uhren wurden von ihm gemarktet, d.h. in den Werkplatinen ist sein Name und eine Werk–Nr. eingepunzt.
Haeckler hat der Schwarzwälder Figurenuhr "Knödelfresser" maßgeblich zum Durchbruch verholfen und seine Kuckucks- und Kapuzineruhren erlangten auf dem Sammlermarkt einen großen Zuspruch. Seine in den Museen befindlichen Turmuhren im Umland von Vöhrenbach zeugen noch heute von seinem Können als Turmuhrmacher.
In den Turmuhren ist der Name Anton Haeckler in einem Rad eingegossen, bei einem Kirchturmuhrwerk ist im Kontroll–Zifferblatt sein Name, die Anschrift und das Baujahr abgebildet. Vorhandene Rechnungen über die Turmuhrwerke belegen dies auf ihre Art.
Als in Vöhrenbach der alte Kirchturm abgerissen wurde, machte Anton Haeckler den Vorschlag: "Man möge die alte Kirchturmuhr im Rathaus zu Vöhrenbach einbauen, und zwei Zifferblätter – eines gegen Norden und das andere gegen Süden - anbringen". Doch zu dieser Ausführung kam es nie!!
Ein Kirchturmuhrwerk aus dem Jahr 1883 stellt das augenblicklich letzte nachweisbare Lebenszeichen von diesem Uhrmacher dar (im Uhrmacherhäusle in Vöhrenbach ausgestellt). Danach verlieren sich die Spuren dieses großen Uhrmachers aus Vöhrenbach.
Leider sind bisher noch keine weiterführenden Erkenntnisse über den zweiten Sohn von Anton Häckler II vorweisbar. In einer Auswanderer-Datenbank wurde ein Hinweis gefunden, der die Auswanderung eines "Johann Häckler, Vöhrenbach, ausgewandert 1880, Auswanderungsland unbekannt" verzeichnet. Eine eindeutige Zuordnung ist aufgrund fehlender Nachweise leider nicht möglich.
Es soll noch weitere Nachfahren der Familie Häckler in den USA geben, doch bestand bisher leider keine Möglichkeit, die doch sehr umfangreiche Dokumentation in Bilder und Text persönlich zu übergeben.
Museen und Uhrensammler, auch Freunde alter Uhren, machen es erst jetzt möglich in vorhandene Dokumente Einblick zu nehmen, um einiges über die Person von Haeckler zu erfahren.
Der neue Kenntnisstand über Anton Haeckler II erforderte nun eine Neubearbeitung und Ergänzung des Beitrages. So ist es jetzt möglich geworden durch vorliegende Dokumente den Stammbaum der Haeckler–Dynastie bis in die heutige Zeit – zumindest von einem Sohn (Severin) - lückenlos darzustellen. Eine Ur-,Ur-, Urenkelin von Anton Häckler I hat durch die dankenswerte Überlassung von Dokumenten und Photos einen wesentlichen Anteil daran.
Am Anfang war ...
Es war früher üblich auf den erstgeborenen Sohn den väterlichen Namen zu übertragen, so ist das vorliegende Geburts- und Taufdokument von großer Bedeutung …
Häckler Anton, geboren am 1.1.1814
als Sohn des Häckler Anton [I] und der Regina Glatz,
getauft am 1.1.1814 in Vöhrenbach
Eine alte Rechnung aus dem Jahr 1843 beurkundet dann, dass Anton Häckler II sein Bürgerantrittsgeld von 5 fl. (Gulden) an die Stadtkasse Vöhrenbach geleistet hat und dieses von vier Gemeinderäten beglaubigt wurde.als Sohn des Häckler Anton [I] und der Regina Glatz,
getauft am 1.1.1814 in Vöhrenbach
Uhrmacher ...
Anton Haeckler II war zu seiner Zeit ein exzellenter Uhrmacher, alle seine bisher aufgefundenen Uhren wurden von ihm gemarktet, d.h. in den Werkplatinen ist sein Name und eine Werk–Nr. eingepunzt.
Haeckler hat der Schwarzwälder Figurenuhr "Knödelfresser" maßgeblich zum Durchbruch verholfen und seine Kuckucks- und Kapuzineruhren erlangten auf dem Sammlermarkt einen großen Zuspruch. Seine in den Museen befindlichen Turmuhren im Umland von Vöhrenbach zeugen noch heute von seinem Können als Turmuhrmacher.
In den Turmuhren ist der Name Anton Haeckler in einem Rad eingegossen, bei einem Kirchturmuhrwerk ist im Kontroll–Zifferblatt sein Name, die Anschrift und das Baujahr abgebildet. Vorhandene Rechnungen über die Turmuhrwerke belegen dies auf ihre Art.
Als in Vöhrenbach der alte Kirchturm abgerissen wurde, machte Anton Haeckler den Vorschlag: "Man möge die alte Kirchturmuhr im Rathaus zu Vöhrenbach einbauen, und zwei Zifferblätter – eines gegen Norden und das andere gegen Süden - anbringen". Doch zu dieser Ausführung kam es nie!!
Ein Kirchturmuhrwerk aus dem Jahr 1883 stellt das augenblicklich letzte nachweisbare Lebenszeichen von diesem Uhrmacher dar (im Uhrmacherhäusle in Vöhrenbach ausgestellt). Danach verlieren sich die Spuren dieses großen Uhrmachers aus Vöhrenbach.
Leider sind bisher noch keine weiterführenden Erkenntnisse über den zweiten Sohn von Anton Häckler II vorweisbar. In einer Auswanderer-Datenbank wurde ein Hinweis gefunden, der die Auswanderung eines "Johann Häckler, Vöhrenbach, ausgewandert 1880, Auswanderungsland unbekannt" verzeichnet. Eine eindeutige Zuordnung ist aufgrund fehlender Nachweise leider nicht möglich.
Es soll noch weitere Nachfahren der Familie Häckler in den USA geben, doch bestand bisher leider keine Möglichkeit, die doch sehr umfangreiche Dokumentation in Bilder und Text persönlich zu übergeben.
Severin Häckler
Ein Sohn von Anton Haeckler II, 1854-1903
Ein Sohn von Anton Haeckler II, 1854-1903
Severin Häckler wurde 1854 in Vöhrenbach geboren.
Interessanterweise kam es hier zu einer Veränderung des Familiennamens.
Anstatt "Haeckler" wird nun die Schreibweise "Häckler" verwendet!
Im Jahr 1884 tauchte der Name von Severin Häckler bei der Gewerbeausstellung in St. Georgen / Schw. als Aussteller in der Liste des Gewerbevereins Vöhrenbach auf - Nr. 162. Häckler Severin : Soldaten=, Kapuziner= und Kuckuckuhren, Wetterhäuschen. Ob Severin Häckler sich beruflich als Uhrmacher und (oder) Uhrenhändler betätigte, über diese Frage sind noch keine belegbaren Informationen vorhanden.
Im Villinger Volksblatt von 1890 war zu lesen: Severin Häckler erbaut das Gasthaus zur "Krone" an der Stelle des baufälligen "Löwen" in Vöhrenbach. Im Jahre 1892 erschien in selbiger Zeitung der Hinweis: Eröffnung des Gasthauses "Krone" durch Severin Häckler, am 14. August diesen Jahres.
Severin Häckler war Gründungsmitglied und der erste Vereinsvorsitzende des Athletenklubs "Herkules"-Vöhrenbach im Jahr 1900 bis zu seinem Tod. Die Erstausstattung für diesen Verein wurde von ihm gestiftet.
Aus einer Anzeige im Villinger Volksblatt ist zu entnehmen, dass der "Kronenwirt" Severin Häckler am 24. November 1903 im Alter von 49 Jahren verstorben ist.
Als im Jahr 2008 das Gasthaus zu Krone seinen Besitzer wechselte, wurden unter dem Dach zahlreiche Fragmente einer kleinen Drehorgel gefunden sowie eine Urkunde des Severin Häckler, ausgestellt vom damaligen Großherzog von Baden für besondere Dienste in der Feuerwehr.
Dieser doch sehr erfolgreiche Name "Haeckler" ist in Vöhrenbach leider ausgestorben. Doch ist zu hoffen, dass die vorhandenen Objekte und Dokumente der Familie "Haeckler" uns noch über viele Generationen erhalten bleiben.
Interessanterweise kam es hier zu einer Veränderung des Familiennamens.
Anstatt "Haeckler" wird nun die Schreibweise "Häckler" verwendet!
Im Jahr 1884 tauchte der Name von Severin Häckler bei der Gewerbeausstellung in St. Georgen / Schw. als Aussteller in der Liste des Gewerbevereins Vöhrenbach auf - Nr. 162. Häckler Severin : Soldaten=, Kapuziner= und Kuckuckuhren, Wetterhäuschen. Ob Severin Häckler sich beruflich als Uhrmacher und (oder) Uhrenhändler betätigte, über diese Frage sind noch keine belegbaren Informationen vorhanden.
Im Villinger Volksblatt von 1890 war zu lesen: Severin Häckler erbaut das Gasthaus zur "Krone" an der Stelle des baufälligen "Löwen" in Vöhrenbach. Im Jahre 1892 erschien in selbiger Zeitung der Hinweis: Eröffnung des Gasthauses "Krone" durch Severin Häckler, am 14. August diesen Jahres.
Severin Häckler war Gründungsmitglied und der erste Vereinsvorsitzende des Athletenklubs "Herkules"-Vöhrenbach im Jahr 1900 bis zu seinem Tod. Die Erstausstattung für diesen Verein wurde von ihm gestiftet.
Aus einer Anzeige im Villinger Volksblatt ist zu entnehmen, dass der "Kronenwirt" Severin Häckler am 24. November 1903 im Alter von 49 Jahren verstorben ist.
Als im Jahr 2008 das Gasthaus zu Krone seinen Besitzer wechselte, wurden unter dem Dach zahlreiche Fragmente einer kleinen Drehorgel gefunden sowie eine Urkunde des Severin Häckler, ausgestellt vom damaligen Großherzog von Baden für besondere Dienste in der Feuerwehr.
Dieser doch sehr erfolgreiche Name "Haeckler" ist in Vöhrenbach leider ausgestorben. Doch ist zu hoffen, dass die vorhandenen Objekte und Dokumente der Familie "Haeckler" uns noch über viele Generationen erhalten bleiben.
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Als Original vorhanden im Uhrmacherhäusle:
NR. 159 / A. Haeckler - Bahnhäuslekuckuck mit Zinkblechschild NR. 1 / A. Haeckler - Kapuziner Uhr mit Knorrholzgehäuse NR. 52 / A. Haeckler - Bildrahmenuhr mit Zinkblechschild (Leihgabe-Vorstellung) Nr. 38 / A. Haeckler - Kirchturmuhr aus dem Jahre 1883 A. Haeckler / Vöhrenbach |
Uhrmacherhäusle |
Als Original vorhanden im "örtlichen" Privatbesitz:
- Kapuzineruhr mit gotischem Gehäuse
NR. 25 / A. Haeckler
- Wetterhäuschen
von Severin Häckler
Als Original in Privatbesitz:
- Bildrahmenuhr / Uhrwerk von Anton Haeckler
(Leihgabe - Vorstellung im Uhrmacherhäusle)
- Knödelfresser Nr. 18 / A. Haeckler
In Museen vorhanden:
- Knödelfresser von Anton Haeckler / Deutsches Uhrenmuseum Furtwangen
- Trinkeruhr : Uhrwerk von Anton Haeckler , Figur von Adolf Winterhalder
Uhrenmuseum Wien
- Rathausuhr St.Georgen i. Schw. von A. Haeckler
- Rathausuhr Schwenningen von A. Haeckler
- Rathausuhr Tannheim von A. Haeckler
Nur noch dokumentarisch nachweisbar:
- Kirchenuhr von Waldau i. Schw.
- Kirchenuhr von Liedolsheim. Diese Kirchenuhr war im Jahre 1861 auf der Badischen Landes-Gewerbeausstellung in Karlsruhe ausgestellt, als einzige dieser Art; von A. Haeckler
- Kapuzineruhr mit gotischem Gehäuse
NR. 25 / A. Haeckler
- Wetterhäuschen
von Severin Häckler
Als Original in Privatbesitz:
- Bildrahmenuhr / Uhrwerk von Anton Haeckler
(Leihgabe - Vorstellung im Uhrmacherhäusle)
- Knödelfresser Nr. 18 / A. Haeckler
In Museen vorhanden:
- Knödelfresser von Anton Haeckler / Deutsches Uhrenmuseum Furtwangen
- Trinkeruhr : Uhrwerk von Anton Haeckler , Figur von Adolf Winterhalder
Uhrenmuseum Wien
- Rathausuhr St.Georgen i. Schw. von A. Haeckler
- Rathausuhr Schwenningen von A. Haeckler
- Rathausuhr Tannheim von A. Haeckler
Nur noch dokumentarisch nachweisbar:
- Kirchenuhr von Waldau i. Schw.
- Kirchenuhr von Liedolsheim. Diese Kirchenuhr war im Jahre 1861 auf der Badischen Landes-Gewerbeausstellung in Karlsruhe ausgestellt, als einzige dieser Art; von A. Haeckler
Die Uhrmacherfamilie Xaver Schreijäg - Vöhrenbach
Eine Zusammenstellung von Nachweisen und Bildquellen
Artikel und Bilder unterliegen dem UrhG, ©Markus Schätzle
Eine Zusammenstellung von Nachweisen und Bildquellen
Artikel und Bilder unterliegen dem UrhG, ©Markus Schätzle
Xaver Schreijäg wurde am 3.10.1842 im Waldhaus in Hausen a. T. geboren, als Sohn des Johannes Schreijäg (*26.09.1793 - +29.03.1859) - Knecht auf dem Waldhaus.
Er heiratete am 9.10.1865 Theresia Merz aus Angelsbach.
Aus dieser Ehe gingen 13 Kinder hervor.
Im Jahr 1865 gründete Xaver Schreijäg eine Uhrenfabrikation in Vöhrenbach (alte Apotheke).
1887 war er auf einer Ausstellung in Freiburg vertreten, wo er auch als Spezialist für Trompeteruhren erwähnt wurde.
Am 2. Oktober 1895 wurde im Villinger Volksblatt von der Straßburger Ausstellung berichtet, bei der die Schwarzwälder Uhrenindustrie hervorragende Auszeichnungen erreichte. Auch Xaver Schreijäg wurde auf dieser Ausstellung mit einem Diplom ausgezeichnet.
Am 1. Dezember 1899 verstarb Xaver Schreijäg im Alter von 57 Jahren; drei von seinen Kindern - Edwin, Hermann und Alfred - erlernten den Beruf des Uhrmachers.
Die Schreibweise Schreyäg als Uhrmacher und Schreijäg in der Geburtsurkunde, bleibt eine offene Frage.
Xaver Schreijäg war auch im Vöhrenbacher Gemeinderat tätig.
Die nachfolgende Generation:
Hermann Schreijäg, *29.09.1879 - + ? , der jüngste der drei Uhrmacher.
Verheiratet mit Elisabeth Weiler aus Gründelwangen.
Er arbeitete als Meister bei X. Heine & Sohn. Nebenher fertigte und reparierte er Uhren in der Krankenhausstraße.
Edwin Schreijäg, *14.07.1872 - +1957.
Verheiratet mit Frieda Laubis.
Er fertigte zuerst im Kammerknecht Haus, später in der Schützenstraße 15 (im Backsteinhaus), mit bis zu drei Gehilfen Uhren.
Alfred Schreijäg, *29.01.1865 - +14.08.1922.
Er heiratete am 15.07.1889 Mathilde Heer (Fam. Bildhauer Josef Heer).
Alfred Schreijäg machte sich als Uhrmacher im Hause Heer selbstständig und fertigte als "Xaver Schreijäg Sohn" Uhren. Die Bildhauerfamilie Heer [1], die auch Uhrengehäuse herstellte, war spätestens jetzt in der Lage eigene Uhren zu fertigen.
1904 erschien in der Süddeutschen Uhrmacherzeitung eine Werbeanzeige von "Xaver Schreijäg Sohn".
In Vöhrenbach befinden sich noch mehrere Schreijäg-Uhren in Privatbesitz.
[1] Der Familie Heer wird als Zulieferer von Uhrengehäusen für die Eisenbacher Firma Beha aktuell eine verstärkte Aufmerksamkeit entgegengebracht. Eine neu erschienene Fachpublikation weist der Heer'schen Werkstatt einen deutlich stärkeren Einfluss auf die Entwicklung der Schwarzwalduhr zu, wie bisher angenommen. Dieser Bereich wurde in der Vergangenheit nicht ausreichend betrachtet und ging aufgrund einer sich nur auf die bildhauerischen Fähigkeiten fokussierenden Wahrnehmung fast vollständig unter.
Er heiratete am 9.10.1865 Theresia Merz aus Angelsbach.
Aus dieser Ehe gingen 13 Kinder hervor.
Im Jahr 1865 gründete Xaver Schreijäg eine Uhrenfabrikation in Vöhrenbach (alte Apotheke).
1887 war er auf einer Ausstellung in Freiburg vertreten, wo er auch als Spezialist für Trompeteruhren erwähnt wurde.
Am 2. Oktober 1895 wurde im Villinger Volksblatt von der Straßburger Ausstellung berichtet, bei der die Schwarzwälder Uhrenindustrie hervorragende Auszeichnungen erreichte. Auch Xaver Schreijäg wurde auf dieser Ausstellung mit einem Diplom ausgezeichnet.
Am 1. Dezember 1899 verstarb Xaver Schreijäg im Alter von 57 Jahren; drei von seinen Kindern - Edwin, Hermann und Alfred - erlernten den Beruf des Uhrmachers.
Die Schreibweise Schreyäg als Uhrmacher und Schreijäg in der Geburtsurkunde, bleibt eine offene Frage.
Xaver Schreijäg war auch im Vöhrenbacher Gemeinderat tätig.
Die nachfolgende Generation:
Hermann Schreijäg, *29.09.1879 - + ? , der jüngste der drei Uhrmacher.
Verheiratet mit Elisabeth Weiler aus Gründelwangen.
Er arbeitete als Meister bei X. Heine & Sohn. Nebenher fertigte und reparierte er Uhren in der Krankenhausstraße.
Edwin Schreijäg, *14.07.1872 - +1957.
Verheiratet mit Frieda Laubis.
Er fertigte zuerst im Kammerknecht Haus, später in der Schützenstraße 15 (im Backsteinhaus), mit bis zu drei Gehilfen Uhren.
Alfred Schreijäg, *29.01.1865 - +14.08.1922.
Er heiratete am 15.07.1889 Mathilde Heer (Fam. Bildhauer Josef Heer).
Alfred Schreijäg machte sich als Uhrmacher im Hause Heer selbstständig und fertigte als "Xaver Schreijäg Sohn" Uhren. Die Bildhauerfamilie Heer [1], die auch Uhrengehäuse herstellte, war spätestens jetzt in der Lage eigene Uhren zu fertigen.
1904 erschien in der Süddeutschen Uhrmacherzeitung eine Werbeanzeige von "Xaver Schreijäg Sohn".
In Vöhrenbach befinden sich noch mehrere Schreijäg-Uhren in Privatbesitz.
[1] Der Familie Heer wird als Zulieferer von Uhrengehäusen für die Eisenbacher Firma Beha aktuell eine verstärkte Aufmerksamkeit entgegengebracht. Eine neu erschienene Fachpublikation weist der Heer'schen Werkstatt einen deutlich stärkeren Einfluss auf die Entwicklung der Schwarzwalduhr zu, wie bisher angenommen. Dieser Bereich wurde in der Vergangenheit nicht ausreichend betrachtet und ging aufgrund einer sich nur auf die bildhauerischen Fähigkeiten fokussierenden Wahrnehmung fast vollständig unter.
Vom Uhrenträger zum Werkmeister
Egidius Dotter aus Vöhrenbach - Sächsischer Uhrenfabrikant und Werkmeister der "Königlich Sächsischen conzessionierten Wanduhrenfabrik in Carlsfeld".
Egidius Dotter aus Vöhrenbach - Sächsischer Uhrenfabrikant und Werkmeister der "Königlich Sächsischen conzessionierten Wanduhrenfabrik in Carlsfeld".
Egidius Dotter wurde am 31. August 1783 in Vöhrenbach geboren. Er war das erste von vier Kindern.
Seine Eltern und Großeltern hatten Ihren Wohnsitz ebenfalls in Vöhrenbach.
Am 5. September 1816 heiratete Egidius Dotter eine Apollonia Fehrenbach, geb. am 22. März 1791, in Vöhrenbach.
Als junger Mann begann er mit dem Beruf als Uhrenträger aus dem Schwarzwald und handelte mit Uhren im damaligen Königreich Sachsen. Sein berufliches Umfeld als Uhrenhändler lag in der Kleinstadt Lutzenau. Die doch recht einsame Umgebung brachte aber nicht den richtigen und erwarteten Handel mit Schwarzwälder Uhren, so entschloss sich Dotter sein Betätigungsfeld zu verlagern.
Verschiedene Kontakte mit Schwarzwälder Uhrenhändlern veranlassten Egidius Dotter im Jahr 1825 zur Gründung einer eigenen Uhrenfabrik, zusammen mit Johann Schreiber (Schreiner), einem anderen Uhrenhändler aus dem Schwarzwald. In der Stadt Wermsdorf wurden die notwendigen Räumlichkeiten zur Gründung eine Uhrenfabrik gefunden. In dem alten Schloss "Hubertusburg", ein leer stehendes Gebäude, wurde die Fabrik eingerichtet. Dieses alte Schloss wurde im Siebenjährigen Krieg geplündert; in späterer Zeit nutzten die Handwerker und Fabrikanten die leer stehenden Räume. In der Fabrik arbeitete ein Gehilfe zusammen mit Dotter an den Uhren und den Verkauf regelte Johann Schreiber (Schreiner) mit 5 Hausierer, darunter ein Andreas Gleiser.
Die Geschäfte von Dotter waren so erfolgreich, dass er im Jahr 1833 in Dresden ein Haus kaufte (Friederichstraße 15d). Im Jahr 1837 wird von der Sächsischen Gewerbeausstellung berichtet: Die von Egidius Dotter in Wermsdorf, jetzt in Dresden ausgestellten Holzuhren - mit massivem Gehwerk - wurden recht gut gearbeitet.
Nach dem Tod von Johann Schreiber (Schreiner) im Jahr 1838 zog Dotter mit seiner Fabrik nach Dresden. Er richtete sich eine "bestausgestattete Uhrenfabrikation" ein und als Hausbesitzer war er gleichzeitig nun auch Bürger der Stadt, und damit zum Handel mit hölzernen Uhren berechtigt. Dotter war zu dieser Zeit stärkster Konkurrent der im Jahr 1829 gegründeten "Königlich Sächsischen conzessionierten Wanduhrenfabrik" zu Carlsfeld. Um die Entwicklung der Carlsfelder Uhren weiter voran zu bringen, wurde das Unternehmen des Uhrenfabrikanten Egidius Dotter in Dresden-Friedrichsstadt durch die "Königlich sächsische conzessionierte Wanduhrenfabrik Carlsfeld" aufgekauft (1). Im September 1839 wurde der Umzug nach Carlsfeld von einem Frachtunternehmen aus Schneeberg durchgeführt. In 20 Tagen wurden alle Vorräte und Inventarien mit Pferdefuhrwerken von Dresden nach Carlsfeld geschafft. Auch die Gesellen und Lehrlinge reisten jetzt nach dem Erzgebirge.
Die ca. 45 Arbeiter lebten und arbeiteten im Fabrikgebäude und wurden durch die Fabrik verpflegt. Egidius Dotter wurde nun zum neuen Werkmeister ernannt und erreichte durch die Einführung neuer Werke und Maschinen, sowie einer Arbeitsteilung, dass die Carlsfelder Uhren sich gegenüber den Schwarzwälder Uhren durch eine bessere Qualität und einem geringeren Preis in Sachsen durchsetzten konnten (2).
Im Jahr 1854 schied Egidius Dotter aus der Firma aus und ging nach Dresden zurück; wo er mit dem Handel von Carlsfelder Uhren wiederum begann. Egidius Dotter sen. ist am 17. Juni 1868 in Cotta bei Dresden verstorben.
Nach 1860 wurde in Carlsfeld auch die Fertigung von Turmuhren aufgenommen; im Jahr 1861 wurde im Königreich Sachsen das neue Gewerbegesetz und die Gewerbefreiheit eingeführt. Ab 1865 beklagte man sich über einen Geschäftsrückgang um die Hälfte, als Grund wurde ein unlauterer Hausierhandel durch Schwarzwälder Händler angegeben (3). Sicher ist aber, dass die Carlsfelder Uhrenfabrik mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte wie die Schwarzwälder Hausindustrie nach 1860. Die Wanduhren Herstellung wurde zu Gunsten der Turmuhrenfertigung verkleinert.
1871 wurden nur noch 27 Arbeiter beschäftigt. In dieser Situation beschloss man im Juli 1874 die Fabrik zu verpachten. Ein neuer Pächter (William Lorenz) aus Carlsfeld stellte 1875 die Fertigung der Wanduhren ganz ein, weil die Herstellungskosten zu hoch lagen und beschränkte sich auf die Turmuhrenherstellung. Wiederum kam ein neuer Pächter aus Eibenstock, auch er konnte der Sache keine Wende geben. So sank die Arbeiterzahl im Jahr 1879 von neun auf drei Personen. Nach 1880 sind in der Fabrik keine Uhren mehr hergestellt worden. Am 21. September 1888 löste sich die Aktiengesellschaft der Wanduhrenfabrik auf, nachdem das Fabrikgebäude 1887 an eine Hohlglasfabrik verkauft wurde. Nach 1900 wird über die Uhrenherstellung in Carlsfeld nicht mehr berichtet.
Seit dieser Zeit ist die Fertigungsstätte Carlsfeld so gut wie vergessen, die ehemalige Uhrenfabrik brannte im Jahr 1911 als letztes Zeugnis der Uhrenherstellung ab.
Seine Eltern und Großeltern hatten Ihren Wohnsitz ebenfalls in Vöhrenbach.
Am 5. September 1816 heiratete Egidius Dotter eine Apollonia Fehrenbach, geb. am 22. März 1791, in Vöhrenbach.
Als junger Mann begann er mit dem Beruf als Uhrenträger aus dem Schwarzwald und handelte mit Uhren im damaligen Königreich Sachsen. Sein berufliches Umfeld als Uhrenhändler lag in der Kleinstadt Lutzenau. Die doch recht einsame Umgebung brachte aber nicht den richtigen und erwarteten Handel mit Schwarzwälder Uhren, so entschloss sich Dotter sein Betätigungsfeld zu verlagern.
Verschiedene Kontakte mit Schwarzwälder Uhrenhändlern veranlassten Egidius Dotter im Jahr 1825 zur Gründung einer eigenen Uhrenfabrik, zusammen mit Johann Schreiber (Schreiner), einem anderen Uhrenhändler aus dem Schwarzwald. In der Stadt Wermsdorf wurden die notwendigen Räumlichkeiten zur Gründung eine Uhrenfabrik gefunden. In dem alten Schloss "Hubertusburg", ein leer stehendes Gebäude, wurde die Fabrik eingerichtet. Dieses alte Schloss wurde im Siebenjährigen Krieg geplündert; in späterer Zeit nutzten die Handwerker und Fabrikanten die leer stehenden Räume. In der Fabrik arbeitete ein Gehilfe zusammen mit Dotter an den Uhren und den Verkauf regelte Johann Schreiber (Schreiner) mit 5 Hausierer, darunter ein Andreas Gleiser.
Die Geschäfte von Dotter waren so erfolgreich, dass er im Jahr 1833 in Dresden ein Haus kaufte (Friederichstraße 15d). Im Jahr 1837 wird von der Sächsischen Gewerbeausstellung berichtet: Die von Egidius Dotter in Wermsdorf, jetzt in Dresden ausgestellten Holzuhren - mit massivem Gehwerk - wurden recht gut gearbeitet.
Nach dem Tod von Johann Schreiber (Schreiner) im Jahr 1838 zog Dotter mit seiner Fabrik nach Dresden. Er richtete sich eine "bestausgestattete Uhrenfabrikation" ein und als Hausbesitzer war er gleichzeitig nun auch Bürger der Stadt, und damit zum Handel mit hölzernen Uhren berechtigt. Dotter war zu dieser Zeit stärkster Konkurrent der im Jahr 1829 gegründeten "Königlich Sächsischen conzessionierten Wanduhrenfabrik" zu Carlsfeld. Um die Entwicklung der Carlsfelder Uhren weiter voran zu bringen, wurde das Unternehmen des Uhrenfabrikanten Egidius Dotter in Dresden-Friedrichsstadt durch die "Königlich sächsische conzessionierte Wanduhrenfabrik Carlsfeld" aufgekauft (1). Im September 1839 wurde der Umzug nach Carlsfeld von einem Frachtunternehmen aus Schneeberg durchgeführt. In 20 Tagen wurden alle Vorräte und Inventarien mit Pferdefuhrwerken von Dresden nach Carlsfeld geschafft. Auch die Gesellen und Lehrlinge reisten jetzt nach dem Erzgebirge.
Die ca. 45 Arbeiter lebten und arbeiteten im Fabrikgebäude und wurden durch die Fabrik verpflegt. Egidius Dotter wurde nun zum neuen Werkmeister ernannt und erreichte durch die Einführung neuer Werke und Maschinen, sowie einer Arbeitsteilung, dass die Carlsfelder Uhren sich gegenüber den Schwarzwälder Uhren durch eine bessere Qualität und einem geringeren Preis in Sachsen durchsetzten konnten (2).
Im Jahr 1854 schied Egidius Dotter aus der Firma aus und ging nach Dresden zurück; wo er mit dem Handel von Carlsfelder Uhren wiederum begann. Egidius Dotter sen. ist am 17. Juni 1868 in Cotta bei Dresden verstorben.
Nach 1860 wurde in Carlsfeld auch die Fertigung von Turmuhren aufgenommen; im Jahr 1861 wurde im Königreich Sachsen das neue Gewerbegesetz und die Gewerbefreiheit eingeführt. Ab 1865 beklagte man sich über einen Geschäftsrückgang um die Hälfte, als Grund wurde ein unlauterer Hausierhandel durch Schwarzwälder Händler angegeben (3). Sicher ist aber, dass die Carlsfelder Uhrenfabrik mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte wie die Schwarzwälder Hausindustrie nach 1860. Die Wanduhren Herstellung wurde zu Gunsten der Turmuhrenfertigung verkleinert.
1871 wurden nur noch 27 Arbeiter beschäftigt. In dieser Situation beschloss man im Juli 1874 die Fabrik zu verpachten. Ein neuer Pächter (William Lorenz) aus Carlsfeld stellte 1875 die Fertigung der Wanduhren ganz ein, weil die Herstellungskosten zu hoch lagen und beschränkte sich auf die Turmuhrenherstellung. Wiederum kam ein neuer Pächter aus Eibenstock, auch er konnte der Sache keine Wende geben. So sank die Arbeiterzahl im Jahr 1879 von neun auf drei Personen. Nach 1880 sind in der Fabrik keine Uhren mehr hergestellt worden. Am 21. September 1888 löste sich die Aktiengesellschaft der Wanduhrenfabrik auf, nachdem das Fabrikgebäude 1887 an eine Hohlglasfabrik verkauft wurde. Nach 1900 wird über die Uhrenherstellung in Carlsfeld nicht mehr berichtet.
Seit dieser Zeit ist die Fertigungsstätte Carlsfeld so gut wie vergessen, die ehemalige Uhrenfabrik brannte im Jahr 1911 als letztes Zeugnis der Uhrenherstellung ab.
Siegfried Kleiser
(1) Nach einer vorgelegten Inventarliste war die Dotter’sche Fabrik besser ausgerüstet als die Carlsfelder; nicht zuletzt besaß Dotter eine komplett eingerichtete Gelbgießerei.
(2) Dotter ließ jetzt die Uhrenwerke nach der Konstruktion seiner Dresdener Fabrik herstellen und änderte die Form der Gestelle, der Wellen und die Zähnezahl. So ist in einem Inventurbericht aus dem Jahr 1840 zu lesen: 463 Stück Gehäuse welche von früher gefertigten noch vorhanden sind, jedoch in Folge der anderen Bauart der Uhren nicht mehr gebraucht werden.
(3) Da in Sachsen immer noch mit Schwarzwälder Uhren gehandelt wurde und diese in ihrem Preis unter den Uhren von Carlsfeld lagen, wurden Markierungen angebracht um Uhren aus sächsischer Produktion auch für Laien besser erkennbar zu machen. Folgende Merkmale wurden beschlossen: Firmenbezeichnung mit zwei unterschiedlichen Schriftbildern als Doppelabdruck, eine eingeschlagene Rosette im Deckbrett innen, mit Schlagpunzen markierte Fallenwellen (wo nur in Carlsfelder Uhren bekannt sind).
Am 26. März 1839 trat in Sachsen ein gesetzlicher Erlass in Kraft, der auch den Uhrenverkauf einschneidend reglementierte: Keine ausländischen Waren sind mehr zu kaufen, bei Bedarf ist auf die inländischen Produkte zurückzugreifen. Ob alle diese Maßnahmen ihren Zweck erfüllten, um den Schwarzwälder Uhrenhandel zu unterbinden, ist nicht belegbar.
(2) Dotter ließ jetzt die Uhrenwerke nach der Konstruktion seiner Dresdener Fabrik herstellen und änderte die Form der Gestelle, der Wellen und die Zähnezahl. So ist in einem Inventurbericht aus dem Jahr 1840 zu lesen: 463 Stück Gehäuse welche von früher gefertigten noch vorhanden sind, jedoch in Folge der anderen Bauart der Uhren nicht mehr gebraucht werden.
(3) Da in Sachsen immer noch mit Schwarzwälder Uhren gehandelt wurde und diese in ihrem Preis unter den Uhren von Carlsfeld lagen, wurden Markierungen angebracht um Uhren aus sächsischer Produktion auch für Laien besser erkennbar zu machen. Folgende Merkmale wurden beschlossen: Firmenbezeichnung mit zwei unterschiedlichen Schriftbildern als Doppelabdruck, eine eingeschlagene Rosette im Deckbrett innen, mit Schlagpunzen markierte Fallenwellen (wo nur in Carlsfelder Uhren bekannt sind).
Am 26. März 1839 trat in Sachsen ein gesetzlicher Erlass in Kraft, der auch den Uhrenverkauf einschneidend reglementierte: Keine ausländischen Waren sind mehr zu kaufen, bei Bedarf ist auf die inländischen Produkte zurückzugreifen. Ob alle diese Maßnahmen ihren Zweck erfüllten, um den Schwarzwälder Uhrenhandel zu unterbinden, ist nicht belegbar.
Ein Pionier der Uhrenindustrialisierung - vom Handwerk zur Massenfertigung
Franz Xaver Heine II. (1814-1886), Uhrmacher aus Vöhrenbach und erster Triebfabrikant im Schwarzwald, Mitglied der badischen Studienkommission von 1849, Mitbegründer der ersten Uhrenfabrik im Schwarzwald, der Fa. Faller (1851) - Uhrenfabrik Lenzkirch,
Gründungsvater des Vöhrenbacher Industrieunternehmens X.Heine & Sohn.
Franz Xaver Heine II. (1814-1886), Uhrmacher aus Vöhrenbach und erster Triebfabrikant im Schwarzwald, Mitglied der badischen Studienkommission von 1849, Mitbegründer der ersten Uhrenfabrik im Schwarzwald, der Fa. Faller (1851) - Uhrenfabrik Lenzkirch,
Gründungsvater des Vöhrenbacher Industrieunternehmens X.Heine & Sohn.
Franz Xaver Heine II. (1814-1886)Franz Xaver Heine II. wird aufgrund einer Namensgleichheit des öfteren mit seinem Neffen, dem weltbekannten Orchestrionbauer Franz Xaver Heine III. (1853-1922), verwechselt. Es soll deshalb im Vorfeld auf diesen wichtigen genealogischen Unterschied gezielt hingewiesen werden.
Die Ursprünge dieser Vöhrenbacher Familie gehen auf einen Franz Xaver Heine I. (1782-1840) zurück. Seine drei Söhne, Joseph (1813-1872) - Musikwerkebauer, Franz Xaver II. (1814-1886) - Triebfabrikant und Heinrich (1822-1876) - Spieluhrenmacher bei seinem Bruder Joseph, haben ursprünglich unterschiedliche berufliche Wege betreten und waren dabei sehr erfolgreich. Joseph Heine gilt hierbei als Gründer der Musikwerkebauer-Linie (Flötenkasten, Orchestrionbau), während sein Bruder Franz Xaver II. in der Schwarzwälder Uhrengeschichte deutliche Spuren hinterlassen hat.
Es zeigt sich hier die interessante Entwicklung der beiden in Vöhrenbach anzutreffenden Gewerbebereiche des Uhrenhandwerks und des Musikwerkebaus innerhalb eines Familienverbandes exemplarisch auf.
Der rasant emporsteigende Musikwerkebau und die Uhrenindustrialisierung (Zulieferer) im Schwarzwald bilden somit einen Kernbereich der Vöhrenbacher Stadtgeschichte und müssen ausgewogen betrachtet werden.
Textauszug - Jahresheft 2010 - Hans Wolfer
Im Alter von 17 Jahren wandte sich Franz Xaver Heine II. 1832 nach St.Petersburg (Russisches Reich) um dort bei einem gewissen Ketterer das Uhrenmacherhandwerk zu erlernen. Gleichzeitig war auch sein älterer Bruder Joseph Heine bei diesem tätig. Im Oktober 1835 wurde Franz Xaver Geselle und verdiente monatlich 60 Rubel.
Die Ursprünge dieser Vöhrenbacher Familie gehen auf einen Franz Xaver Heine I. (1782-1840) zurück. Seine drei Söhne, Joseph (1813-1872) - Musikwerkebauer, Franz Xaver II. (1814-1886) - Triebfabrikant und Heinrich (1822-1876) - Spieluhrenmacher bei seinem Bruder Joseph, haben ursprünglich unterschiedliche berufliche Wege betreten und waren dabei sehr erfolgreich. Joseph Heine gilt hierbei als Gründer der Musikwerkebauer-Linie (Flötenkasten, Orchestrionbau), während sein Bruder Franz Xaver II. in der Schwarzwälder Uhrengeschichte deutliche Spuren hinterlassen hat.
Es zeigt sich hier die interessante Entwicklung der beiden in Vöhrenbach anzutreffenden Gewerbebereiche des Uhrenhandwerks und des Musikwerkebaus innerhalb eines Familienverbandes exemplarisch auf.
Der rasant emporsteigende Musikwerkebau und die Uhrenindustrialisierung (Zulieferer) im Schwarzwald bilden somit einen Kernbereich der Vöhrenbacher Stadtgeschichte und müssen ausgewogen betrachtet werden.
Textauszug - Jahresheft 2010 - Hans Wolfer
Im Alter von 17 Jahren wandte sich Franz Xaver Heine II. 1832 nach St.Petersburg (Russisches Reich) um dort bei einem gewissen Ketterer das Uhrenmacherhandwerk zu erlernen. Gleichzeitig war auch sein älterer Bruder Joseph Heine bei diesem tätig. Im Oktober 1835 wurde Franz Xaver Geselle und verdiente monatlich 60 Rubel.
Joseph Heine gab anfangs Februar 1837 die Lehrstelle bei Ketterer auf und trat bei Engelbert Risle, der in St.Petersburg ein Spieluhrenmachergeschäft eröffnet hatte, ein - Franz Xaver blieb vorerst noch bei Ketterer. Von 1842 an entwickelte sich die Spieluhrenwerkstatt des nach Vöhrenbach zurückgekehrten Joseph Heine zu einem erfolgreichen Unternehmen (Musikwerkebau-Flötenschränke). Aus dieser Unternehmung entstand später durch Fusion die weltbekannte Orchestrionfabrik F.X.Heine.
In einem Brief vom 16.2.1837 teilte Franz Xaver seinen Eltern mit, dass er keinen anderen Vorsatz habe, als im nächsten Jahr noch ins Ausland zu reisen und wahrscheinlich in Berlin beim besten Meister in "Condition" zu gehen. Aus einem vorhandenen Entwurf eines Zeitungsartikels "über die Teilung der Schwarzwälder Holzuhrenmacherei nebst Verbesserungsvorschläge von Franz Xaver Heine in Vöhrenbach" ist zu entnehmen, dass Franz Xaver in England, Frankreich und in der Schweiz gewesen ist. In der Schweiz arbeitete er in einer Taschenuhrenfabrik mit 800 Arbeitern, den Aufzeichnungen nach in leitender Position. Wann Franz Xaver wieder nach Vöhrenbach zurückgekehrt ist, kann nicht mehr festgestellt werden. Es steht aber fest, dass er am 16.4.1842 wieder in Vöhrenbach war, denn an diesem Tag kaufte er von Martin Lehmännschen Erben ein zweistöckiges Wohnhaus mit Scheuer neben der Kirche. Hier legte er 1852 den Grundstein für das heute noch bekannte Industrieunternehmen X.Heine & Sohn (ANUBA) in Vöhrenbach.
In einem Brief vom 16.2.1837 teilte Franz Xaver seinen Eltern mit, dass er keinen anderen Vorsatz habe, als im nächsten Jahr noch ins Ausland zu reisen und wahrscheinlich in Berlin beim besten Meister in "Condition" zu gehen. Aus einem vorhandenen Entwurf eines Zeitungsartikels "über die Teilung der Schwarzwälder Holzuhrenmacherei nebst Verbesserungsvorschläge von Franz Xaver Heine in Vöhrenbach" ist zu entnehmen, dass Franz Xaver in England, Frankreich und in der Schweiz gewesen ist. In der Schweiz arbeitete er in einer Taschenuhrenfabrik mit 800 Arbeitern, den Aufzeichnungen nach in leitender Position. Wann Franz Xaver wieder nach Vöhrenbach zurückgekehrt ist, kann nicht mehr festgestellt werden. Es steht aber fest, dass er am 16.4.1842 wieder in Vöhrenbach war, denn an diesem Tag kaufte er von Martin Lehmännschen Erben ein zweistöckiges Wohnhaus mit Scheuer neben der Kirche. Hier legte er 1852 den Grundstein für das heute noch bekannte Industrieunternehmen X.Heine & Sohn (ANUBA) in Vöhrenbach.
Franz Xaver entfaltete durch Wort und Tat eine rege Tätigkeit zur Hebung der heimischen Uhrenindustrie und zog somit die Aufmerksamkeit der badischen Regierung auf sich. 1849 wurde von der Regierung eine Studienkommission eingesetzt, um die Verhältnisse der Uhrenindustrie in Frankreich und in der Schweiz zu studieren. Zu dieser Kommission gehörte neben Franz Xaver Heine auch noch Lorenz Bob, der später Lehrer an der Uhrenmacherschule in Furtwangen war. Angeführt wurde die Kommission von Professor Eisenlohr.
Anfangs der 50er Jahre kam es zu einer wirtschaftlichen Krise im Uhrengewerbe, die durch eine Missernte noch verschärft wurde. Die badische Regierung sah sich veranlasst "nach neuen Erwerbsmöglichkeiten für die Bewohner des hohen Schwarzwaldes zu suchen und Geldprämien für die Beschaffung solcher auszusetzen". Eine solche Prämie erhielt auch Franz Xaver Heine und diese bildete später den Grundstock seines Betriebskapitals.
Der Vöhrenbacher Aufenthalt wurde 1851 nur kurz unterbrochen, durch eine Tätigkeit in Lenzkirch. Dort war Franz Xaver Heine Mitbegründer der ersten Uhrenfabrik im Schwarzwald, der Firma Faller (1851) - "Uhrenfabrik Lenzkirch".
Das neue Unternehmen wurde 1852 in Vöhrenbach, heute Adolf-Beermannstraße, gegründet. Hier wohnte auch sein Sohn Xaver Heine. Die neue Firma entwickelte sich langsam, aber stetig. Anfangs wurden 6-10 Leute beschäftigt, zumeist Frauen. Auch seine Kinder zog er zur Arbeit heran. Nach etwa 20 Jahren waren die Geschäftsräume zu klein. Es soll angenommen werden, dass in Vöhrenbach keine größeren Räume zu haben waren und das aus diesem Grunde Franz Xaver von der gerade gebotenen Gelegenheit Gebrauch machte und in Schönenbach das Gasthaus zum "Löwen", dass sich damals in dem Hause befand in dem ein Herkulan Fehrenbach ein Strohgeschäft mit Kaufladen betrieb, käuflich erwarb. Vielleicht hatte er auch in seiner Vaterstadt nicht die richtige Unterstützung erfahren. Franz Xaver gehörte nicht zu den reichen Leuten. 1873 erfolgte dann die Verlegung des Betriebes. Das Gasthaus "Löwen" wurde noch von Franz Xaver bis 1880 betrieben, begleitend zum Industrieunternehmen, dann wurde es verkauft.
In Schönenbach erweiterte sich der Betrieb mehr und mehr. Anfangs wurden noch überwiegend Triebe für Regulateure und Turmuhren fabriziert, als Hauptabnehmer, die Firma Rupert in Mühlheim bei Tuttlingen. Außer Uhrenbestandteilen wurden später auch noch Metallschrauben und Fassondrehteile für alle Zweige der Uhrenindustrie hergestellt. Die damalige Belegschaft: 16 Arbeiter im Jahr 1877 und 30 im Jahr 1883.
1873 nahm er seinen Sohn Joseph Cornelius als Teilinhaber in sein Geschäft auf, 1878 gelangte die erste Lokomobile zur Aufstellung. Mit der neuen Dampftechnik waren jedoch noch einige technische Probleme verbunden.
Nach dem Tod von Franz Xaver Heine 1886 wurde der Betrieb wieder nach Vöhrenbach verlegt. Mit dem Kaufvertrag vom 24. Januar 1888 erwarb sein Sohn Joseph Cornelius Heine vom Kath. Kirchenfond in Vöhrenbach die sogenannte Organistenwiese unterhalb der Schützenbrücke und erstellte darauf eine neue große Fabrik mit Wasserkraftwerk, später wurde auch Dampfkraft eingesetzt. Der Umzug von Schönenbach nach Vöhrenbach nahm Wochen in Anspruch. 14 Tage vor Kirchweih, in den ersten Tagen des Monats Oktober 1888, wurde die Fabrik mit etwa 90 Arbeitern in Betrieb genommen, aber schon wenige Jahre später war auch dieser Neubau zu klein geworden. Im Jahr 1900 musste der erste Erweiterungsbau erstellt werden, 1922-25 folgte nochmals ein größerer Fabrikerweiterungsbau.
Die Firma gehörte in diesen Jahren zu den bedeutendsten metallindustriellen Unternehmen im Schwarzwald. 1871 wurde die Firma auf der oberbadischen Gewerbeausstellung in Freiburg i.Br. mit der goldenen Medaille ausgezeichnet, 1907 konnte auf der Gewerbe- und Industrieausstellung in Villingen wiederum eine goldene Medaille errungen werden...
Anfangs der 50er Jahre kam es zu einer wirtschaftlichen Krise im Uhrengewerbe, die durch eine Missernte noch verschärft wurde. Die badische Regierung sah sich veranlasst "nach neuen Erwerbsmöglichkeiten für die Bewohner des hohen Schwarzwaldes zu suchen und Geldprämien für die Beschaffung solcher auszusetzen". Eine solche Prämie erhielt auch Franz Xaver Heine und diese bildete später den Grundstock seines Betriebskapitals.
Der Vöhrenbacher Aufenthalt wurde 1851 nur kurz unterbrochen, durch eine Tätigkeit in Lenzkirch. Dort war Franz Xaver Heine Mitbegründer der ersten Uhrenfabrik im Schwarzwald, der Firma Faller (1851) - "Uhrenfabrik Lenzkirch".
Das neue Unternehmen wurde 1852 in Vöhrenbach, heute Adolf-Beermannstraße, gegründet. Hier wohnte auch sein Sohn Xaver Heine. Die neue Firma entwickelte sich langsam, aber stetig. Anfangs wurden 6-10 Leute beschäftigt, zumeist Frauen. Auch seine Kinder zog er zur Arbeit heran. Nach etwa 20 Jahren waren die Geschäftsräume zu klein. Es soll angenommen werden, dass in Vöhrenbach keine größeren Räume zu haben waren und das aus diesem Grunde Franz Xaver von der gerade gebotenen Gelegenheit Gebrauch machte und in Schönenbach das Gasthaus zum "Löwen", dass sich damals in dem Hause befand in dem ein Herkulan Fehrenbach ein Strohgeschäft mit Kaufladen betrieb, käuflich erwarb. Vielleicht hatte er auch in seiner Vaterstadt nicht die richtige Unterstützung erfahren. Franz Xaver gehörte nicht zu den reichen Leuten. 1873 erfolgte dann die Verlegung des Betriebes. Das Gasthaus "Löwen" wurde noch von Franz Xaver bis 1880 betrieben, begleitend zum Industrieunternehmen, dann wurde es verkauft.
In Schönenbach erweiterte sich der Betrieb mehr und mehr. Anfangs wurden noch überwiegend Triebe für Regulateure und Turmuhren fabriziert, als Hauptabnehmer, die Firma Rupert in Mühlheim bei Tuttlingen. Außer Uhrenbestandteilen wurden später auch noch Metallschrauben und Fassondrehteile für alle Zweige der Uhrenindustrie hergestellt. Die damalige Belegschaft: 16 Arbeiter im Jahr 1877 und 30 im Jahr 1883.
1873 nahm er seinen Sohn Joseph Cornelius als Teilinhaber in sein Geschäft auf, 1878 gelangte die erste Lokomobile zur Aufstellung. Mit der neuen Dampftechnik waren jedoch noch einige technische Probleme verbunden.
Nach dem Tod von Franz Xaver Heine 1886 wurde der Betrieb wieder nach Vöhrenbach verlegt. Mit dem Kaufvertrag vom 24. Januar 1888 erwarb sein Sohn Joseph Cornelius Heine vom Kath. Kirchenfond in Vöhrenbach die sogenannte Organistenwiese unterhalb der Schützenbrücke und erstellte darauf eine neue große Fabrik mit Wasserkraftwerk, später wurde auch Dampfkraft eingesetzt. Der Umzug von Schönenbach nach Vöhrenbach nahm Wochen in Anspruch. 14 Tage vor Kirchweih, in den ersten Tagen des Monats Oktober 1888, wurde die Fabrik mit etwa 90 Arbeitern in Betrieb genommen, aber schon wenige Jahre später war auch dieser Neubau zu klein geworden. Im Jahr 1900 musste der erste Erweiterungsbau erstellt werden, 1922-25 folgte nochmals ein größerer Fabrikerweiterungsbau.
Die Firma gehörte in diesen Jahren zu den bedeutendsten metallindustriellen Unternehmen im Schwarzwald. 1871 wurde die Firma auf der oberbadischen Gewerbeausstellung in Freiburg i.Br. mit der goldenen Medaille ausgezeichnet, 1907 konnte auf der Gewerbe- und Industrieausstellung in Villingen wiederum eine goldene Medaille errungen werden...
Fritz Kaltenbach aus Vöhrenbach (1876-1959)
Holzschnitzer, Holzbildhauer und Uhrenhersteller (Handwerk)
Holzschnitzer, Holzbildhauer und Uhrenhersteller (Handwerk)
Fritz KaltenbachTextauszug - Jahresheft 2007 - Hellwig Weingärtner
Der Holzbildhauer Fritz Kaltenbach, der täglich von morgens bis abends an seiner Schnitzbank stand und seine Werke geschnitzt hat. Mit ruhiger Hand und klarem Blick führte er seine Schnitzmesser, und was er damit gemacht hat nach seinen eigenen Entwürfen, in lebendige Form gebracht hatte, war immer ein edles Kunstwerk Schwarzwälder Holzbildhauerei.
Am 22.04.1876 wurde er im alten „Sattlerhansenhaus“ - in der Obst und Gemüsehandlung von Bernhard Kern – geboren. An der staatlichen Schnitzereischule in Furtwangen erwarb Fritz Kaltenbach in drei Jahren (1892-94) die Grundlage für seine Ausbildung in der bodenständigen Holzbildhauerei. Im Betrieb seines Vaters Fridolin Kaltenbach arbeitete er mit diesem zusammen und übersiedelte 1895 in sein am Felsen Nr. 7 erworbenes Anwesen.
Der Holzbildhauer Fritz Kaltenbach, der täglich von morgens bis abends an seiner Schnitzbank stand und seine Werke geschnitzt hat. Mit ruhiger Hand und klarem Blick führte er seine Schnitzmesser, und was er damit gemacht hat nach seinen eigenen Entwürfen, in lebendige Form gebracht hatte, war immer ein edles Kunstwerk Schwarzwälder Holzbildhauerei.
Am 22.04.1876 wurde er im alten „Sattlerhansenhaus“ - in der Obst und Gemüsehandlung von Bernhard Kern – geboren. An der staatlichen Schnitzereischule in Furtwangen erwarb Fritz Kaltenbach in drei Jahren (1892-94) die Grundlage für seine Ausbildung in der bodenständigen Holzbildhauerei. Im Betrieb seines Vaters Fridolin Kaltenbach arbeitete er mit diesem zusammen und übersiedelte 1895 in sein am Felsen Nr. 7 erworbenes Anwesen.
Im 2. Badischen Feldartillerie-Regiment Nr. 30 leistete Kaltenbach seine aktive Militärdienstzeit ab und machte später auch den ganzen Feldzug 1914/18 mit. Noch vor dem I. Weltkrieg heiratete er am 8. September 1913 die ledige Hutmacherin (Modistin) Olga Hettich aus Freiburg im Breisgau.
Fortan schnitzte Fritz Kaltenbach in seiner Werkstatt an seinen Lieblingsstücken, der Schwarzwälder Kuckucksuhren. Seine Werke hatten im In- und Ausland, auch in Übersee, kunstverständige Abnehmer gefunden. So hat auch Kaiserin Soraya mit dem Schah von Persien, bei ihrem Deutschland-Besuch 1955 in Baden-Baden, als Andenken eine von Fritz Kaltenbach geschaffene Schwarzwälderuhr ausgewählt.
In der langen Zeit seiner selbständigen Tätigkeit war Fritz Kaltenbach ein tüchtiger Meister für die Heranbildung von Nachwuchskräften in der heimischen Holzbildhauerei. Bei ihm waren Egon Kuner, Emil King, Franz Imhof und Josef Albert Rißler beschäftigt. Seine letzten beiden Lehrlinge, die bei ihm in die Ausbildung gingen, waren Bernhard Mayer aus Schönenbach (1946-49) und Karl Link aus Bad Dürrheim (1947-50). Das Geschäft wurde nach seinem Tod im Jahr 1959 aufgelöst.
Fortan schnitzte Fritz Kaltenbach in seiner Werkstatt an seinen Lieblingsstücken, der Schwarzwälder Kuckucksuhren. Seine Werke hatten im In- und Ausland, auch in Übersee, kunstverständige Abnehmer gefunden. So hat auch Kaiserin Soraya mit dem Schah von Persien, bei ihrem Deutschland-Besuch 1955 in Baden-Baden, als Andenken eine von Fritz Kaltenbach geschaffene Schwarzwälderuhr ausgewählt.
In der langen Zeit seiner selbständigen Tätigkeit war Fritz Kaltenbach ein tüchtiger Meister für die Heranbildung von Nachwuchskräften in der heimischen Holzbildhauerei. Bei ihm waren Egon Kuner, Emil King, Franz Imhof und Josef Albert Rißler beschäftigt. Seine letzten beiden Lehrlinge, die bei ihm in die Ausbildung gingen, waren Bernhard Mayer aus Schönenbach (1946-49) und Karl Link aus Bad Dürrheim (1947-50). Das Geschäft wurde nach seinem Tod im Jahr 1959 aufgelöst.
Erwähnenswertes
In der Ausstellung wird die Schilderuhr eines weiteren Vöhrenbacher Uhrmachers gezeigt,
der nachfolgend noch Erwähnung finden soll.
Heine, Johann - Uhrmacher in Vöhrenbach - erwähnt 1845 und 1860.
Beschreibung: Schwarzwälder Schilderuhr, Stundenschlag auf Tonfeder, Wecker (Messingglocke),
Holzgespindelt, vor 1840 gebaut (Unikat ?). Weitere Exemplare sind nicht bekannt.
weitere folgen ...
der nachfolgend noch Erwähnung finden soll.
Heine, Johann - Uhrmacher in Vöhrenbach - erwähnt 1845 und 1860.
Beschreibung: Schwarzwälder Schilderuhr, Stundenschlag auf Tonfeder, Wecker (Messingglocke),
Holzgespindelt, vor 1840 gebaut (Unikat ?). Weitere Exemplare sind nicht bekannt.
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Ausstellung - Querschnitt des handwerklichen Uhrengewerbes











Uhrmacherhäusle
























